Gselle-Theater probt für die Komödie «Die goldige Cherzeständer»
Auf der Monséjour-Bühne in Küssnacht laufen die Proben für das Gselle-Theater 2026 auf Hochtouren. Am 17. Januar 2026 feiert die Komödie «Die goldige Cherzeständer» Premiere. Ein Theaterstück voller Situationskomik, frivolen Verwechslungen und nostalgischem Charme aus den 1990er-Jahren.
Regisseurin Sonja Hofmann entschied sich bewusst für diese Komödie. «Das Stück birgt sehr viel Situationskomik und ist weniger textlastig. Es ist lustig, unterhaltsam und hat spezielle aber durchaus lebendige Thematik.», erklärt sie. Zudem haben die Rollen gut zum Ensemble gepasst. Für das Gselle-Theater ist das Stück kein Neuland: Bereits 1995 wurde es schon einmal aufgeführt. «Es ist ein nostalgisches Stück. Ganz ohne Smartphones, KI oder digitale Ablenkung, aber trotzdem nicht altertümlich.»
Eine persönliche Verbindung hat Hofmann ebenfalls: Bei der Aufführung 1995 spielte sie selbst mit, damals in der Rolle der Heidi, die Frau des Hausherrn. Für die aktuelle Inszenierung musste zudem eine eigentliche Männerrolle in eine Frauenrolle umgeschrieben. «Leider sind wir aktuell etwas knapp mit männlichen Spielern, wäre natürlich genial, wenn wir zukünftig wieder mehr männliche Darsteller motivieren können.
Die 90er-Jahre auf der Bühne
Da die Handlung in den 1990er-Jahren spielt, wird bei der Inszenierung besonders auf Details geachtet. «Kleider, Mode, Kulisse – all das war damals anders und muss berücksichtigt werden», so Hofmann. Das Publikum soll sich spürbar in diese Zeit zurückversetzt fühlen.
Der titelgebende «goldige Cherzeständer» spielt dabei eine zentrale Rolle. «Gold ist verlockend, auch schon während den 90er-Jahren», sagt die Regisseurin. Rund um den Kerzenständer entwickeln sich Verwirrungen, Vertuschungen, Lügengeschichten und Vertauschungen. Kurzum: Der ideale Nährboden für turbulente Komik.
Proben und Teamgeist
Die Proben verlaufen bisher sehr erfolgreich. «Wir sind erstaunlich gut vorwärtsgekommen, der Text sitzt bereits sehr gut», erzählt Hofmann. Nun gehe es darum, die Spielfreude weiter zu vertiefen. Ein wichtiger Meilenstein war der Intensivprobetag am vergangenen Sonntag im Monséjour. Das Stück wurde dabei erstmals komplett durchgespielt. Hier kommt die Regiearbeit besonders zu Tragen, Hofmann erzählt wie sehr sie die Unterstützung von Beat Ming und Carmen Fässler schätzt. Sie assistieren mir bei der Inszenierung, wir teilen Beobachtungen und diskutieren Ideen.
Für Hofmann ist Theaterarbeit immer ein Gemeinschaftswerk: «Die Regie muss den Gesamtüberblick haben und den finalen Entscheid treffen, aber die Spieler bringen viele eigene Ideen ein, was ich enorm schätze.»
Besonders anspruchsvoll seien Szenen mit vielen Beteiligten auf der Bühne. «Da muss man ausprobieren, wie es platzmässig aufgeht und darauf achten, dass niemand unnötig herumsteht.»
Die Theatergruppe des Gselle-Theaters zeichnet sich in diesem Jahr durch eine gute Mischung aus jungen und älteren, neuen und erfahrenen Spielern aus. «Wir arbeiten tatsächlich sehr seriös und detailliert. Wichtig sind das gegenseitige Verständnis, die Wertschätzung und die Geduld miteinander», betont Hofmann. Man unterstütze sich gegenseitig und ziehe gemeinsam am selben Strick. «Wir haben keine Star-Spieler – jede Rolle, ob klein oder gross, ist wichtig.»
Lachen, zurücklehnen und geniessen
Das Stück richtet sich bewusst an ein breites Publikum. «Die Situationskomik ist in bestechend», sagt Hofmann. «Die Älteren werden sagen: ‹Genau so war das›, die Jüngeren vielleicht: ‹Was, so war das damals?›»
Ihr Wunsch für das Publikum ist klar: «Ich hoffe, dass die Zuschauer lachen können und glücklich und zufrieden nach einem unterhaltsamen Abend nach Hause gehen.» Für die Regisseurin selbst ist der Höhepunkt jedes Jahr die Premiere. «Dann ist alles geprobt, es geht los und ich kann mich etwas zurücklehnen.»
Die Ticket-Reservation für die Aufführungen im Monséjour – Zentrum am See ist möglich unter gselle-theater.ch. Das Küssnachter Gselle-Theater freut sich auf Ihren Besuch!
Aufführungsdaten:
Samstag, 17. Januar 2026, 13.30 und 20 Uhr
Sonntag, 18. Januar 2026, 18 Uhr
Mittwoch, 21. Januar 2026, 20 Uhr
Freitag, 23. Januar 2026, 20 Uhr
Samstag, 24. Januar 2026, 20 Uhr
Sonntag, 25. Januar 2026, 18 Uhr
Die Kasse und unser Beizli sind an den Abendvorstellungen jeweils ab 18.45 Uhr und Sonntag ab 16.30 Uhr offen. Geniessen Sie Köstlichkeiten aus unserer Küche.





Möchtest du etwas schreiben?